Sommerliche Damenhosen: Vom Athleisure-Look bis zur Ankle Jeans

Veröffentlicht am 12.06.2017
Sommerliche Damenhosen: Vom Athleisure-Look bis zur Ankle Jeans
In der Jogginghose auf die Straße, Jeans im Vokuhila-Look und Streifen in allen Variationen: Im Sommer 2017 treffen Klassiker wie die Marlenehose auf Trainingshosen in neuer Interpretation und Damenhosen in 7/8-Länge.

In der Jogginghose auf die Straße, Jeans im Vokuhila-Look und Streifen in allen Variationen: Im Sommer 2017 treffen Klassiker wie die Marlenehose auf Trainingshosen in neuer Interpretation und Damenhosen in 7/8-Länge. Von sportlich bis äußerst feminin ist dabei jeder Look erlaubt. In dieser Sommersaison zeigen sich Damenhosen besonders vielfältig und laden zu modischen Experimenten ein. Die Trends von den Laufstegen lassen sich dabei ganz einfach nachstylen.

Der Athleisure-Trend: Sportlich durch den Sommer

"Wer eine Jogginghose trägt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren." Das sagte Designer-Legende Karl Lagerfeld. Allerdings stimmen ihm da weder seine jungen Designer-Kollegen noch echte Fashionistas zu. Im Sommer 2017 kommt die Damenmode nämlich äußerst sportlich daher. Athleisure nennt sich der Trend, der sich an der Kleidung von Aktivsportlern orientiert. Die Fliegerseiden-Buchse darf aber weiterhin im Schrank bleiben, für den Athleisure-Stil haben Designer die Trainingshose neu interpretiert. Weich fließende Materialien und weite Schnitte schmeicheln der Figur, Bündchen mit Tunnelzug oder gebundene Stoffgürtel betonen die Taille, ängsstreifen an der Seite strecken das Bein. Gern gesehen sind auch Reißverschlusseinsätze.

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So gelingt der Athleisure-Look

Möchten Sie den Athleisure-Trend von den Laufstegen nachstylen, kombinieren Sie die Trackpants mit einem schlichten, engen Tanktop und einer leichten Bomberjacke. Letztere ist das Must-Have der Sommersaison. Ist es tagsüber für eine Jacke zu warm, wagen Sie den Stilbruch und tragen die Trainingshose zu einer weich fließenden Bluse in pudriger Farbe. Zum sportlichen Look gehört natürlich auch ein sportlicher Schuh: Klassische Sneaker präsentieren sich in diesem Sommer in Metallic-Tönen von Silber bis Gold und mit vielen Verzierungen. Sparsam eingesetzte, schlichte Accessoires wie silberne oder goldene Creolen und Armbänder runden den Look ab.

Zur lässigen Kleidung passen Frisuren im Slicked-Back-Look. Angelehnt an den Wet Look gelen Sie die Haare am Ansatz leicht zurück. Der Rest der Frisur fällt ganz natürlich. Der sportliche Look macht nicht nur auf den Straßen von Berlin oder London einiges her, sondern eignet sich auch hervorragend zum Relaxen zuhause. Haben Sie Ihre Freundinnen zu sich eingeladen, um erst gemeinsam zu kochen und dann bei einem Glas Wein gemeinsam die Lieblingsserie zu genießen? Dann rein in die Trackinghose und ins bequeme Cropped T-Shirt. Zur Hose mit hohem Bund liegen die bis zum Bauchnabel reichenden Shirts im Trend und sehen wunderbar lässig aus. Geht es dagegen mit der ganzen Familie zum Picknick, sollte die Hose nicht nur modisch sein, sondern auch bequem. Cargopants in Oliv gewinnen durch Longshirts und Spitzenblusen im zarten Rosé an weiblicher Ausstrahlung.

Ahoi, Matrosin: Mit Streifen an den Strand

Hosen für Frauen? Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts war das allenfalls beim Sport denkbar. Erst der französische Modeschöpfer Paul Poiret zeigte zu Beginn des 20. Jahrhunderts Beinkleider für Frauen auf dem Laufsteg, inspiriert von orientalischen Haremshosen. In den 1920er Jahren entdecken immer mehr Frauen die Hosen als Ausdruck einer neuen Freiheit. Audrey Hepburn und Marlene Dietrich machten die Damenhose schließlich vollständig salonfähig. Die Dietrich zeigte sich gern in hochgeschnittener Hose aus grauem Flanell, ein Look, den zahlreiche Frauen kopierten. Bald gehörte die "Marlenehose" zum Urlaub auf und an der See einfach dazu.

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Bis heute hat sich an der Beliebtheit der Marlenehose nichts geändert. Planen Sie für diesen Sommer eine Reise ans Meer, darf mindestens eine Hose mit hohem Bund und weit schwingendem Bein im Gepäck nicht fehlen. Trendsetterinnen setzen dabei auf den maritimen Klassiker: Streifen in allen Variationen. Mutige Frauen kombinieren Längs- und Querstreifen. Wer es etwas schlichter mag, trägt zur weißen, weiten Marlenehose ein enges Ringeltop und Peeptoe-Pumps. Flanieren Sie dagegen durch Paris, greifen Sie mit einer weißen, taillenhohen Hose das französische Flair auf. Kombinieren Sie dazu eine Bluse im hellen Nude-Tone und beigefarbene Ballerinas, zeigen Sie sich ebenso modebewusst wie die Französinnen.

Zum Marine-Look stylen Sie Ihre Haare zum Half-Bun. Teilen Sie dafür einfach das Deckhaar oberhalb vom Ohr ab und binden Sie es weit vorn am Oberkopf zum Zopf. Drehen Sie den Zopf ein und stecken Sie ihn nah der Stirn fest. Die halbe Hochsteckfrisur können Sie auch leicht seitlich tragen.

Trendsetterinnen zeigen Knöchel

Im viktorianischen Zeitalter galt schon das Zeigen eines Knöchels als äußerst frivol. Mittlerweile haben wir uns längst an Hot Pants und Minirock gewöhnt. Im Sommer 2017 rückt jedoch wieder der Damenknöchel ins Zentrum der Aufmerksamkeit. Stoffhosen und Jeans kommen in 7/8-Länge daher. Cropped oder Ankle Pants nennt sich dieser Stil.

Ebenso wie die 7/8-Länge sind Jeans in gerader Form und mit hoher Taille im Stil der 1980er ein modisches Muss. Dazu tragen Damen Riemchensandalen. Knöchelhoch geschnürt, setzen diese das begehrteste Körperteil dieser Saison noch besser in Szene. Zur lässigen Ankle Jeans passt aber auch ein schlichter, weißer Turnschuh. Sommerliche Accessoires zeigen sich 2017 im Ethno-Look. Federn, Troddeln und Perlen gibt es in allen Formen und Farben.

Machen Sie sich Ihre Designer-Jeans doch ganz einfach selbst

Den Cropped Jeans-Trend können Sie zu Hause ganz einfach nachmachen. Das ist nicht nur günstiger, sondern auch wesentlich individueller als eine Hose von der Stange. Schließlich waren die 1980er ja das Jahrzehnt des "Do It Yourself", also des Selbermachens. Eine alte Denim lässt sich in wenigen Minuten aufpeppen. Was Sie brauchen:

  • Eine High Waist Jeans in gerade Form
  • Schere
  • Schneiderkreide
  • Geodreick
  • Bügelbilder nach Wahl

Ziehen Sie die Jeans an und markieren Sie vorn mit der Schneiderkreide die Knöchelhöhe. Lassen Sie sich dabei am besten helfen, damit die Jeans nicht zu lang oder zu kurz wird. Verlängern Sie die Schnittmarkierung mit Hilfe des Geodreiecks. Fashionistas schneiden nur die vordere Hälfte des Hosenbeins ab. So entsteht der Vokuhila-Look (bedeutet übrigens einfach Vorn kurz, hinten lang), der sich derzeit auf vielen Modeblogs bewundern lässt. Anschließend bügeln Sie die Applikationen auf. Wem das noch nicht reicht, der schneidet für den Destroyed-Look kleine Löcher in die Jeans und reißt diese vorsichtig auf. Alternativ bearbeiten Sie einzelne Stellen nach Wahl mit feinem Schleifpapier und rauen den Stoff auf, bis er hell wird.

Gerade Schnitte, High Waist und Destroyed-Look bleiben der Modewelt bis in den Herbst erhalten. Damit es dann nicht zu kalt wird, tragen Sie einfach eine Strumpfhose oder Leggings unter der Jeans, gern auch mit Muster.

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