Spielzeugratgeber für Eltern

Veröffentlicht am 21.07.2017
Spielzeugratgeber für Eltern
Spielen fördert die Fantasie und zugleich die Konzentration. Lesen Sie hier, welches Spielzeug für welches Alter geeignet ist und erhalten lustige und lehrreiche Spielideen. (© Antonioguillem / Fotolia).

Lustige und lehrreiche Spielideen für jedes Alter

Beim Spielen schulen Kinder ihre motorischen Fähigkeiten sowie ihre Sinne und lernen im besten Fall viel Neues über die Welt. Erfahren Sie, welches Spielzeug die Entwicklung Ihres Nachwuchses sinnvoll unterstützt und lernen Sie abwechslungsreiche sowie günstige Spielideen kennen.

Empfehlenswertes Spielzeug für die ersten sechs Lebensmonate

Schon während der Schwangerschaft oder spätestens zur Geburt des Kindes bekommen junge Eltern allerhand Spielzeug für den Nachwuchs geschenkt, vom Stofftier bis zur Spieluhr. In den ersten zwei bis drei Monaten brauchen Babys aber noch gar kein Spielzeug. Sie sind jetzt vollauf damit beschäftigt, sich an die Welt um sie herum zu gewöhnen. Sie lernen Licht und Schatten, Stimmen, Geräusche und Gerüche zu unterscheiden.

Mit etwa drei Monaten sind die Sinneswahrnehmungen des Babys so weit entwickelt, dass erstes Spielzeug sinnvoll ist. Mobiles, Rasseln und Spieluhren schulen das Gehör. Bunte Greifringe und Kinderwagenketten fördern den Seh- und Tastsinn.

Rasseln und Beißringe: Spielzeug für Babys ab 6 Monate

Ab dem 6. Lebensmonat werden Babys mobiler. Sie können ihr Köpfchen halten, lernen aufrecht zu sitzen und können gezielter zugreifen. Bald fangen sie an, durch die Wohnung zu krabbeln und die Welt zu entdecken. Greifspielzeuge sind in diesem Alter ideal. Ein Fühlbuch vermittelt dem Kind zum Beispiel viele verschiedene Sinneseindrücke. Mit Würfeln und Bällen aus Stoff kann es spielerisch seine Koordination schulen.

In diesem Alter lieben Babys auch alles, was Krach macht. Zu laut sollte das Spielzeug natürlich nicht sein, um dem empfindlichen Gehör des Kindes nicht zu schaden. An verschiedenen Rasseln und Spielzeug, das Tierstimmen imitiert, haben Babys aber viel Freude.

Zeigen sich die ersten Zähnchen, stillt ein Beißring das Kaubedürfnis der Kleinen und lindert die typischen Beschwerden beim Zahnen.

Ziehen, bauen, entdecken: Spielzeug für Kleinkinder

Sobald kleine Kinder durch die Welt laufen, macht ihnen Spielzeug zum Schieben und Ziehen viel Spaß. An einem Puppenwagen können sich die Kleinen bei den ersten Gehversuchen festhalten. Bunte Züge, Enten oder Holzfiguren zum Hinterherziehen regen zu Laufübungen an.

Im Alter von zwei Jahren sind viele Kids gerne mit dem Laufrad unterwegs. Das macht Spaß und schult den Gleichgewichtssinn. Der Wortschatz der Kleinen wächst in diesem Alter rasant. Eltern fördern diese Entwicklung mit Bilderbüchern und Geschichten zum Vorlesen.

Bauklötze und Bausteine sowie Formen-Sortierboxen schulen die Koordinationsfähigkeiten von Kleinkindern. Fingerfarben und Wachsmalstifte lassen sie kreativ werden. Geht es auf den Spielplatz, dürfen Schaufeln und Eimerchen natürlich nicht fehlen. In der Badewanne und im Planschbecken sorgen Quietscheenten und Schwimmtiere für Unterhaltung.

Achten Sie in diesem Alter auf robustes Spielzeug ohne verschluckbare Kleinteile, da Kleinkinder Gegenstände gerne in den Mund stecken. Lustiges Spielzeug muss übrigens gar nicht teuer sein: Schon mit verschiedenen Töpfen und einem Holzkochlöffel aus der Küche können sich viele Kleinkinder herrlich amüsieren.

Spielzeug für Kinder ab 3 Jahre fördert Power und Kreativität

Mit drei Jahren haben Kinder meist eine unbändige Energie. Jetzt sind Spiele gefragt, welche die Kleinen auspowern und zugleich ihre Feinmotorik fördern. Auf dem Spielplatz geht es auf das Klettergerüst, mit dem Dreirad sausen die Kinder über den Bürgersteig oder durch den Garten. Ballspiele aller Art kommen der Bewegungsfreude der Kinder entgegen. Fangen und Verstecken sind in diesem Alter ebenfalls beliebte Spiele.

Kinderspielzeug: Kipplaster mit Bausteinen Spielzeugset aus Bauklötzen, Figuren und Fahrzeugen für Kinder

Aber natürlich gibt es auch ruhigere Momente. Rollenspiele wie Kasperltheater fördern die Konzentration, ebenso wie altersgerechte Puzzlespiele. Beim Spielen mit dem Kaufladen oder der Kinderküche tauchen die Kids in die Welt der Erwachsenen ein. Ob mit dem Puppenwagen, dem Arztkoffer oder dem Bagger, die Kleinen imitieren jetzt gerne, was sie bei den Großen sehen. Mit Bausteinen und Spielfiguren schaffen sie ihre eigenen Spielwelten.

Spielideen für Vorschulkinder: Fördern Sie Geschick und soziale Kompetenz

Vorschulkinder spielen gern mit Gleichaltrigen. Bei Rollenspielen, Brettspielen und Kartenspielen probieren sie ihre soziale Kompetenz aus. Draußen bauen sie mit ihren Freunden Hütten, spielen Ball oder Seilspringen. Jetzt ist auch die Zeit gekommen, um das Radfahren ohne Stützräder zu lernen.

Vorschulkinder zeigen zudem einen schier unstillbaren Wissensdurst. Wie funktioniert ein Auto? Warum ist es nachts dunkel? Warum fällt im Winter Schnee? Vorlesebücher beantworten die Fragen des Nachwuchses kindgerecht. Bunt gestaltete Bücher helfen, die Uhr zu lesen und die Jahreszeiten zu verstehen.

Spielzeug für kleine Forscher

In der Schule entwickeln sich bald spezielle Interessengebiete des Kindes heraus. Die einen betätigen sich gerne künstlerisch und malen. Die anderen schreiben erste Geschichten. Wieder andere interessieren sich für Tiere oder wollen wissen, was die Welt zusammenhält.

Wählen Sie das Spielzeug jetzt entsprechend dieser Interessengebiete aus. Mit Mikroskopen können kleine Forscher Wasser, Fliegen oder Haare ganz genau betrachten. Der Chemiebaukasten lädt zu Experimenten ein. Einige Kids beschäftigen sich gern mit Modellbausets oder Baukastensystemen, mit denen sich Hubschrauber oder Kräne bauen lassen. Damit die Bewegung nicht zu kurz kommt, geht es nach draußen zum Inlineskaten, zum Tischtennis oder zum Fußball.

Lustige und lehrreiche Spielideen, die nicht viel kosten

Das Angebot an speziellem Lernspielzeug ist groß. Oft reichen aber schon ein Blatt Papier und ein Stift, um lehrreiche Spielideen zu entwerfen. Einige Spiele kommen sogar ganz ohne Zubehör aus. Ein echter Klassiker unter diesen Spielen ist zum Beispiel "Ich sehe was, was du nicht siehst". Kinder lernen, Dinge in ihrer Umgebung zu benennen und anhand von Farben und spezifischer Eigenschaften zu unterscheiden.

Zum spielerischen Buchstabieren hält das "Galgenmännchen" an. Kombinationsgabe und Verständnis des Koordinatensystems sind für "Schiffe versenken" gefragt. Mithilfe des Spiels lernen Kids zudem das strukturierte Zählen. "Stadt, Land, Fluss" ist ein hervorragendes Lernspiel für Schulkinder, mit dem Wissen aus Fachbereichen wie Geografie, Biologie und aus dem Allgemeinwissen abgefragt werden kann. Fängt der Fremdsprachenunterricht an, können Kids mit "Stadt, Land, Fluss" spielerisch Vokabeln lernen.

Heute gibt es auch zahlreiche Webseiten und Apps, die Lernspiele für Computer und Smartphone anbieten. Ob jüngere Kinder schon am Computer spielen sollen, müssen Eltern individuell abwägen. Für die meisten älteren Kinder gehören Spielekonsolen und Computer-Games zum Alltag dazu. Bei der Auswahl können Eltern sich am TOMMI - Deutscher Kindersoftwarepreis orientieren. Eine Fach- und eine Kinderjury vergeben den Preis an Kinderspielsoftware, die besonders viel Spaß macht und darüber hinaus lehrreiche Inhalte bietet.

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